Die Anreise – Von Peking nach Ulsan (Teil 2)

Am nächsten Mittwochmorgen klingelte unser Wecker bereits um 05:30 Uhr (Ortszeit Peking). Die Airline hatte uns nämlich am Abend zuvor gegen 23 Uhr angerufen und uns mitteilt, dass wir um 06:30 von einem Shuttlebus zum Flughafen gebracht werden um unseren Flug noch rechtzeitig erreichen zu können. Leider gab es also auch in dieser Nacht nicht genug Zeit um das Schlafdefizit aufzuholen.

Rush hour am Flughafen © studifutter.com

Zum Frühstück gab es eine Art Toast, Cola, Sprite, die Klassische „Chinesische Suppe“ aus dem China-Restaurant in Deutschland, Reis, gebratene Nudeln sowie eine Nudeltasche mit einem undefinierbaren Gemüse als Füllung, die man nicht im Geringsten mit einer Maultasche vergleichen kann. Übrigens waren nicht nur wir, sondern auch unsere chinesischen Mitreisenden nicht von der Qualität der Gerichte im Hotel überzeugt. 😉

Wieder am Flughafen in Peking

Warten am Flughafen © studifutter.com

Nachdem wir am Flughafen angekommen waren, mussten wir erneut warten – was auch sonst. Ich mache es kurz: Wir sind pünktlich um 7 Uhr am Flughafen angekommen und mussten dann bis um 11:30 Uhr warten, bis wir letztendlich unsere Bordkarten erhielten und unsere Koffer abgeben konnten. Juhu! Nun war allerdings schon wieder warten angesagt, da unser Flug erst um 16:30 Uhr starten würde. Diese Zeit nutzten wir um den Flughafen in Peking genauer zu erkunden und auch endlich etwas „Richtiges“ zu essen. Ein Glück gibt’s bei den bekannten Schnellrestaurants weltweit die gleichen Hamburger.

Der Sicherheitscheck in Peking dauerte leider ebenfalls extrem lange, da neben uns noch weitere (geschätzte) 2000 Reisende ihre Flüge erreichen wollten. Trotzdem konnten wir rechtzeitig das Gate erreichen.

Terminal am Flughafen Peking © studifutter.com

Wir wissen bis heute nicht warum, jedoch war bereits das komplette Flugzeug voll besetzt und anscheinend warteten alle auf uns. Upps! Wahrscheinlich wurde bereits etwas früher mit dem Boarding begonnen, was wir jedoch nicht mitbekommen hatten, da wir noch beim Sicherheitscheck waren. Das Gute daran war aber, dass wir zum ersten Mal auf unserer Reise nicht ewig warten mussten, sondern das Flugzeug pünktlich starten konnte.

Persönliche Anmerkung zu China

Während unserer kurzen Zeit in China konnte ich zwei Beobachtungen machen, welche mir als großer Unterschied zu Deutschland aufgefallen sind:

  1. In China achten die Menschen sehr auf das Image. Dies ist mir z.B. vor allem am Flughafen in Peking aufgefallen. Dort ist beispielsweise eine Reinigungskraft für jede Toilette eingeplant und putzt dort die komplette Zeit. Dies geht sogar so weit, dass es am Eingang keinen Stuhl gibt (wie in Deutschland) sondern eben die ganze Zeit geputzt wird, selbst dann wenn es in der Toilette nichts zu putzen gibt. Das gleiche Bild bot sich uns auch außerhalb des Flughafens: Dort gab es verschiedene Reinigungskräfte, die sich die ganze Zeit nur um einen bestimmten, kleinen Bereich kümmerten und dort z.B. sofort die Zigaretten aus dem Aschenbecher entfernten.
  1. Besonders am Flughafen aber auch in Peking hatte ich das Gefühl, dass die Chinesen keinen großen Respekt voreinander haben. Beispielsweise hielten sich viele Chinesen nicht an Schlangen vor Ticketschaltern, dem Buffet im Hotel und vor dem Bus. Manchmal ist es uns auch vorgekommen, dass wir fast von einigen Chinesen umgerannt worden wären – zum Glück überrage ich mit meiner Körpergröße die meisten Chinesen.

Kleine Anmerkung zur Anmerkung: Natürlich sind das nur kleine Eindrücke, die ich während einem Aufenthalt von ca. 24 Stunden in Peking gemacht habe. Allerdings wollte ich diese trotzdem in diesem Blog erwähnen und werde beim nächsten Mal versuchen, eine längere Zeit in Peking zu bleiben um meinen Eindrücken weiter auf den Grund zu gehen.

Hallo Korea

Die geplante Flugzeit nach Korea betrug 2:30 Stunden und führte uns dabei über den Golf von Bohai, das Gelbe Meer und weite Teile Südkoreas in die Hafenstadt Busan. Als wir das Flugzeug verließen um in die bereits wartenden Buse einzusteigen, kam uns eine Hitzewand entgegen – 30 Grad Außentemperatur, ca. 70% Luftfeuchtigkeit. Immerhin verlief die Passkontrolle, die Gesundheitskontrolle (die Koreaner gehen wegen dem Virus MERS lieber auf Nummer sicher) und die Zollkontrolle ohne Probleme und selbst unsere Koffer hatten wir innerhalb von 5 Minuten.

Langsam freute ich mich auf meinen Aufenthalt in Korea, der schon jetzt deutlich besser begann als China. Freundlicherweise trafen sich zwei koreanische Studenten unserer Universität mit uns am Flughafen und begleiteten uns mit dem Bus zur Uni. Vielen Dank nochmal dafür (auch wenn ihr das wahrscheinlich nicht lesen könnt)!

Hallo Ulsan

Auf dem Weg zur Uni © studifutter.com

Von der Busfahrt nach Ulsan bekam ich leider nicht viel mit, da ich nach ein paar Minuten eingeschlafen war. Das Schlafdefizit der letzten Tage machte sich zu diesem Zeitpunkt deutlich bemerkbar. In Ulsan an der Bushaltestelle angekommen, mussten wir noch ca. 10 Minuten zur Universität und unserem zukünftigen Wohnheim laufen. Der Weg dorthin führte uns mitten durch eine belebte Straße, die vor allem nachts durch die vielen Leuchttafeln der Restaurants, Geschäfte und Motels hell erleuchtet war.

Letztendlich erreichten wir unser Wohnheim, über das ich allerdings noch einen extra Artikel schreiben werde. Dummerweise war auf dem Zimmer kein Bettzeug vorhanden und das entsprechende Büro auf dem Campus hatte bereits geschlossen, weswegen wir direkt auf der Matratze schlafen mussten.

Endlich im Wohnheim

Erster Blick aus unserem Zimmer © studifutter.com

Nach 3 Tagen, tausenden Kilometern und unzähligen Stunden Wartezeit können wir nun endlich sagen:

Hallo Korea, hallo Ulsan, wir freuen uns endlich angekommen zu sein und wünschen uns eine spannende Zeit!

Christian

Christian studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Heilbronn und ist einer der Gründer von studifutter. Neben seiner Arbeit für den Blog spielt er Volleyball und trainiert für seinen ersten Triathlon.

Christian studiert Wirtschaftsinformatik an der Hochschule Heilbronn und ist einer der Gründer von studifutter. Neben seiner Arbeit für den Blog spielt er Volleyball und trainiert für seinen ersten Triathlon.

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