Auslandssemester in den USA – Gastbeitrag von Lukas

Letztes Jahr im Oktober hatte ich die Möglichkeit, ein Semester an der Indiana University Purdue University Indianapolis (IUPUI) in den USA zu studieren.

Meine Entscheidung für die IUPUI war in Wirklichkeit gar keine Entscheidung, sondern das Ergebnis mehrerer (un-)glücklicher Umstände. So kommt es also, dass ich hier keinen „klassischen“ Erfahrungsbericht über ein Auslandssemester (davon gibt’s übrigens im International Office der Hochschule Heilbronn auch einige) schreibe, sondern Euch davon erzähle, wie ich in Indianapolis gelandet bin, obwohl ich mich dafür nie beworben habe.

IUPUI Campus Center ©Studifutter.com

So gesehen soll dieser Beitrag dazu ermutigen, Euch auf das „Abenteuer Auslandsemester“ einzulassen, auch wenn mal nicht alles nach Plan läuft, ihr den Platz an eurer Wunsch-Uni eben nicht bekommt oder sowieso alle nur doof sind.

Doch nun erstmal alles zurück auf Anfang: Mein Name ist Lukas und momentan studiere ich Automotive Systems Engineering (ASE) im siebten Semester. Im Laufe des Grundstudiums wurde mir schnell klar, dass ich nicht mein ganzes Studium an der Hochschule Heilbronn (HHN) verbringen wollte.
Ich wollte noch mehr sehen, mehr erleben, Erfahrungen sammeln… ihr wisst schon die ganzen Sachen, die sich in Erzählungen und dem Lebenslauf so unfassbar gut anhören.

Also wurde recht schnell klar, dass es mich für ein Semester ins Ausland zog. Die entscheidende Frage war nur: Wohin?
Klar, zunächst hat jeder seine Präferenzen und Sprachkenntnisse um eine gewisse Vorauswahl zu treffen aber wenn es dann um die verbindliche Anmeldung/Zusage für alle drei gewählten Partnerhochschulen oder Unis geht, wird die Wahl oft schwierig.

Bei mir wäre die erste Wahl noch lange vor dem Ablauf der Anmeldefrist eine Partnerhochschule in Indien gewesen. Da dort bisher jedoch noch nie ein Student aus Heilbronn war und die Teilnahme an den Prüfungsleistungen zu diesem Zeitpunkt noch nicht geregelt war kam es zu keinem Studentenaustausch. Dies war jedoch nicht weiter schlimm, weil die Anmeldefrist noch weit weg und ich somit noch jede Menge andere Optionen hatte.
So entschied ich mich letztendlich für die Laramie University of Wyoming für die Bewerbung um einen der begehrten Auslandssemesterplätze und da ich der einzige Bewerber auf genau einen Platz war, dachte ich mir könne nichts mehr im Weg stehen.

Move-In Day in den Studentenwohnheimen ©Studifutter.com

Bewerbung abgeben, alles klar… zumindest hatte es den Anschein, bis in den Semesterferien bei meinen Eltern Zuhause das Telefon klingelte und sich der, für die Partneruni zuständige Professor meldete.
Er habe eine mittlere und eine weniger gute Nachricht, dann war bereits klar-  aus Wyoming wird nix!

Die mittlere Nachricht war, ich wäre zwar von der Universität schon angenommen worden aber die schlechte war, dass das Austausch/Partnerhochschulprogramm aufgekündigt wurde und so Studiengebühren von ca. 18.000 $ fällig wären.
Glücklicherweise wurde seitens Hochschule ein weiterer Platz in Indianapolis bereitgestellt, wodurch ich nachnominiert werden konnte.
So landete Ich also in meinem Auslandssemester an einer Uni für die ich mich nie beworben habe aber rückblickend war das sogar komplett nebensächlich.

Denn eigentlich es ist meiner Meinung nach bei einem Auslandssemester gar nicht so entscheidend wo man hingeht oder welche Uni einem am besten gefällt, sondern vielmehr dass man irgendwohin geht.
Weg von allem dem, was man kennt, was einfach und vertraut ist  aber eben auch genauso schnell vertraut und letztendlich auch langweilig wird.
Eigene Erfahrungen sammeln neue Menschen Kulturen Freunde kennenlernen, Ihr wisst schon… bereis die Welt, be awesome und der ganze Quatsch aus den Work and Travel Katalogen.

Downtown Indianapolis ©Studifutter.com

In Indianapolis gab es wie wahrscheinlich an fast jeder Partneruni so eine große Gruppe internationaler Studenten, dass es wohl gar keinen Unterschied gemacht hätte, ob wir uns in Madrid London oder eben Indy kennengelernt hätten.
Die Zeit im Ausland war mit Sicherheit die beste Zeit während meines gesamten Studiums und deswegen will ich Euch motivieren so eine vielleicht einmalige Gelegenheit in Eurem Leben wahrzunehmen, egal wo ihr letztendlich landet.


Beitragsbild von Studifutter.com

Lukas

Lukas ist 23 Jahre alt und studiert an der Hochschule Heilbronn Automotive Systems Engineering im siebten Semester. Das fünfte Semester verbrachte er in den USA, an der IUPUI (Indiana University Purdue University Indianapolis) wo er Motorsports Engineering studierte.

Lukas ist 23 Jahre alt und studiert an der Hochschule Heilbronn Automotive Systems Engineering im siebten Semester. Das fünfte Semester verbrachte er in den USA, an der IUPUI (Indiana University Purdue University Indianapolis) wo er Motorsports Engineering studierte.

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