5 Tipps, um ab jetzt effektiver im Studium zu lernen

Wir Studenten haben es nicht leicht oder?

Wir müssen unglaublich viel lernen. Auf den verschiedensten Gebieten. Wie will man da etwas behalten?

Dabei ist unser Gehirn zu Unfassbarem fähig. Wir müssen nur aufhören, gegen es anzukämpfen. Wir sollten stattdessen mit ihm zusammen arbeiten.

Deswegen habe ich dir fünf Tipps zusammengestellt, die dir dabei helfen sollen effektiver im Studium zu lernen.

Diese Tipps habe ich mir natürlich nicht ausgedacht. Sondern sie stammen aus dem Buch: Gehirn und Erfolg von John Medina. Lies es dir unbedingt durch, wenn du mehr über das menschliche Gehirn erfahren willst.

So lernst du effektiver. ©condesign

1. Beweg dich, um effektiver im Studium zu lernen.

Du fragst dich bestimmt:

Was hat Bewegung mit Lernen zu tun? Lass es mich dir erklären!

Als Beispiel möchte ich dir meinen Opa nennen. Er ist vor kurzem 80 Jahre alt geworden. Trotzdem ist er topfit, vor allem geistig. Woran mag das liegen?

Er joggt schon sein ganzes Leben lang. Selbst heutzutage geht er jeden Tag raus und joggt.

Jetzt könnte mein Opa natürlich eine Ausnahme sein.

Jedoch hat der Neuroforscher Fred Gage vom Salk Institute in La Jolla bewiesen, dass regelmäßiges körperliches Training im Gehirn dazu führt, dass bestehende Neuronennetze dichter geknüpft werden und sogar neue Nervenzellen sprießen können. 1

Das Schöne dabei ist, du musst nicht zum Spitzensportler werden. Es reicht, wenn du zweimal pro Woche Sport machst.

Klar, wir Studenten haben wenig Zeit. Jedoch ist Sport nicht nur für das Gehirn förderlich, sondern für deinen ganzen Körper. Denk gut drüber nach, ob du dir diese Chance entgehen lässt.

Also steh auf, geh raus und bewege dich!

2. Multitasking ist nicht natürlich.

Ich als Mann kann nur davon träumen multitaskingfähig zu sein. Das ist natürlich Quatsch!

Kein Mensch ist in der Lage mehrere Sachen gleichzeitig zu machen. Denn von Natur aus konzentriert sich unser Gehirn nur auf einen Gedanken. Das ist sogar wissenschaftlich bewiesen.

Wie kannst du das am besten nutzen?

Wenn du lernst, solltest du dich wirklich nur auf das Lernen konzentrieren. Auf nichts anderes!

Also stell am besten dein Smartphone aus, damit du nicht abgelenkt wirst. Du verschenkst sonst die Möglichkeit effektiv zu lernen. Ich weiß es ist nicht einfach. Es wird dir aber das Lernen erleichtern und dir einiges an Zeit beim Lernen sparen.

Lerne doch lieber kürzer, voll konzentriert, als lange unkonzentriert!

3. Wiederholen, wiederholen, wiederholen

Ich war geschockt, als ich gelesen habe, dass große Teile der Erinnerung nach zwei Stunden verloren gehen. Also ist das ganze Lernen umsonst?

Natürlich nicht! Denn man kann das Vergessen durch gezieltes Wiederholen aufhalten.

Am besten wäre es, wenn du deine Vorlesungen am Abend noch einmal zusammenfasst oder sie einfach noch einmal wiederholst.

Wenn du dann noch das Gelernte der Woche am Wochenende wiederholst, dann wärst du schon auf dem besten Wege es nicht wieder zu vergessen. Ich weiß, dass es zeitaufwändig ist, aber so hast du deinen Mitstudenten gegenüber einen großen Vorteil.

Denn regelmäßiges Lernen ist dem schubweisen Lernen überlegen. Außerdem bist du vor deiner Prüfungsphase nicht so verzweifelt. Also versuch es wenigstens mal.

Solltest du doch zu denen gehören, die alles bis zum bitteren Ende aufschieben, dann solltest du es dir in so viele Teile wie möglich aufteilen.

Dan Schacler von der Harvad University sagte dazu: „Wenn man vor einer Prüfung nur noch eine Woche Zeit zum Lernen hat und sich nur zehnmal mit dem Thema beschäftigen kann, verteilt man diese zehn Wiederholungen am besten über die ganze Woche“.

Du siehst, es bringt nichts sich vor dem Wiederholen zu drücken. Ich mache es auch nicht gern. Aber es muss sein.

4. Schlafen ist wichtiger als du denkst.

Kommen wir nun zu einem entspannten Thema. Schlafen.

Ich persönlich schlafe gerne. Jedoch komme ich nicht immer dazu, dass ich genug schlafe. Das ist nicht gut!

Du kennst es aber bestimmt auch. Die letzte durchzechte Partynacht mit zu wenig Schlaf? Oder du warst fleißig und hast bis spät in die Nacht gelernt?

Alles nicht schlimm. Du musst dir aber bewusst sein: Schlafmangel = Denkdefizit.

Schlafmangel hat schlimmere Folgen als man denkt. Er beeinflusst die Aufmerksamkeit, das Arbeitsgedächtnis, deine Stimmungslage, das logische Denken und deine motorischen Fähigkeiten.

Oh… , das ist aber eine ganz schöne Menge!

Also achte darauf, dass du immer genug Schlaf abbekommst. Sonst wird das Lernen nicht so glatt laufen, wie es könnte.

Aber was genau ist jetzt genug Schlaf?

Da kann ich dir leider keine eindeutige Antwort geben. Da wir Menschen alle unterschiedlich sind, brauchen wir auch alle nicht dieselbe Menge Schlaf.

Du musst es für dich herausfinden. Höre auf deinen Körper. Er kann es dir am besten sagen.

5. Rege so viele Sinne an, wie nur möglich.

Du kennst es bestimmt auch. Du riechst ein Parfum und wirst sofort an z.B. deine große Liebe erinnert.

Das ist doch eine bemerkenswerte Leistung vom Gehirn oder?

Unsere Sinne können uns beim Lernen unterstützen. Durch ihren Einsatz steigt die Fähigkeit Reize wahrzunehmen. Außerdem wird die Codierung der aufgenommenen Informationen verbessert.

Das ist ja alles schön und gut. Aber wie können wir uns das beim Lernen zu nutzen machen?

Sprich beim Lernen so viele Sinne an wie nur möglich an. Und nimm den Stoff über verschiedene Sinne auf.

Ich möchte dir mal ein Beispiel geben, wie das aussehen könnte:
Als erstes liest du einen Text zu dem Thema, welches du lernen möchtest. Dann guckst du ein Video dazu. Danach hörst du ein Hörspiel. Wenn du jetzt noch die Möglichkeit hast zum Beispiel ein Modell in die Hand zu nehmen und zu berühren, dann erhöhst du die Wahrscheinlichkeit um einiges, dass du die Informationen aufnimmst.

Probiere es doch beim nächsten Mal aus. Vielleicht hast du ja auch selbst Ideen, wie man seine Sinne beim Lernen besser anspricht.

Fazit:

Du weißt nun ein paar kleine Tipps, die deine Lernfähigkeit verbessern dürften. Natürlich sind es nicht nur diese fünf Tipps. Dein Gehirn ist komplex. Deswegen gibt es tausende von Möglichkeiten, wie du besser lernst. Aber diese grundlegenden Prinzipien solltest du beherzigen. Mach doch mal wieder Sport und schlaf dich aus. Achte einfach darauf, dass du dich beim Lernen nur auf das Lernen konzentrierst. Also Handy aus und los geht’s. Wenn du dann schon einmal beim Lernen bist, gestalte es doch kreativ. Sprich alle deine Sinne an. Stumpfes Lernen von Wörtern macht doch eh keinen Spaß. Wenn du es dann noch schaffst, dass du die Themen häufig wiederholst, dann bist du auf dem besten Weg erfolgreich zu lernen. Dann wird die nächste Klausurenphase easy!

  1. Bewege dich, das ist gut für deine Denkleistung.
  1. Du bist nicht multitaskingfähig.
  1. Wiederhole das Gelernte so oft wie möglich.
  1. Müde solltest du nicht lernen.
  1. Rege beim Lernen so viele Sinne an wie möglich.

Wie lernst du? Vielleicht hast du ja ohne es zu wissen schon die eine oder andere Technik angewendet. Schreib es in die Kommentare!


Quellen:
1: (http://www.sueddeutsche.de/wissen/gefoerderte-denkleistung-wege-zum-besseren-gehirn-1.596919-3) – 14.04.2016
2: Medina, John (2009): Gehirn und Erfolg.
3: Medina, John – weiterführender Link www.brainrules.net

Richard

Hi, mein Name ist Richard, ich studiere Bioscience and Health an der Hochschule Rhein Waal. Jedoch werde ich meinen Studiengang wechseln. Deshalb beschäftige ich mich viel mit den Themen, wie man erfolgreich studiert und wird. Denn ich habe noch einiges vor! Komm doch mit und mach dich mit mir auf den Weg!

Hi, mein Name ist Richard, ich studiere Bioscience and Health an der Hochschule Rhein Waal. Jedoch werde ich meinen Studiengang wechseln. Deshalb beschäftige ich mich viel mit den Themen, wie man erfolgreich studiert und wird. Denn ich habe noch einiges vor! Komm doch mit und mach dich mit mir auf den Weg!

8 Responses

  1. Studium-Experte 16. Mai 2016 / 21:56

    Mit den Tipps kann man viel Richtiges machen. Ich habe diese schon vorher gekannt, daher weiß ich, wie gut die Tipps sind. Wer das noch nicht tut, kann ich nur wärmstens empfehlen.

  2. Tutor 5. August 2016 / 2:04

    Hi,
    der Gegenentwurf heißt ja wohl „Prokrastination“. Die Tipps sind gut und ich bin gespannt wie lange ich diese verfolgen kann!

    • Linda 23. August 2016 / 14:24

      Ja das Durchhaltevermögen ist wohl das größte Problem! Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg dabei Vielleicht ist es auch einfacher sich in einer Gruppe zusammen zu tun und sich gegenseitig zu motivieren.

      LG Linda

  3. Helen 1. Februar 2017 / 19:45

    Die Tipps sollte jeder beherzigen, denn bei den einfachen Dingen fängt es an. Wer den eigenen Lebensstil in den Griff kriegt, den werfen auch die ansonsten oft widrigen Umstände und der verordnete Stress nicht so schnell aus der Bahn.

  4. von Raithenstedt 7. Februar 2017 / 21:22

    Interessanter Artikel, der wahrscheinlich jeden Studi kurz sein eigenes Leben reflektieren lässt und sofort den Gedanken aufkommen aufwirft: „Ich sollte wohl was ändern!“ Schade nur, dass die meisten sich in die Ausgangslage zurückbewegen und die Dinge auf sich zukommen lassen…

  5. Bettina 24. März 2017 / 11:22

    Sehr interessanter Artikel. Ich würde diesen tollen Tipps noch einen Tipp hinzufügen: Stimme Dich positiv ein. Wenn man sich auf’s Lernen freut wird es erfolgreicher verlaufen.

    • Linda 24. März 2017 / 17:31

      Oh ja, da hast du sehr recht, Bettina! Positives Denken ist immer förderlich 🙂

  6. Jess 28. April 2017 / 15:17

    Danke für die Tipps, einige befolge ich schon, aber vor allem bezüglich des kontinuierlichen Lernens könnte ich etwas anders machen 😉 Merke bei mir aber auch immer, wie gut Sport und Schlaf einfach tut und viiel Trinken

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